Fitness-App, Laptop und Datenschutz-Checkliste als Symbolbild für ein Datenleck
Datenschutz

Datenleck bei Fitness-App: 2 Millionen Nutzerdaten betroffen

Ein schwerwiegendes Datenleck bei einer beliebten Fitness-App hat die persönlichen Daten von über 2 Millionen Nutzern offengelegt. Betroffen sind E-Mail-Adressen, Passwörter und Gesundheitsdaten.

Stand: 26. Februar 2026

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei der Fitness-App FitTracker Pro wurden rund zwei Millionen Nutzerdaten offengelegt.

  • Betroffen sind unter anderem Kontodaten, Zugangsdaten und sensible Gesundheitsinformationen.

  • Wegen der Gesundheitsdaten ist der Vorfall datenschutzrechtlich besonders brisant.

Sicherheitsforscher haben ein schwerwiegendes Datenleck bei der Fitness-App „FitTracker Pro” aufgedeckt. Über eine ungesicherte Datenbank waren persönliche Daten von mehr als 2 Millionen Nutzern frei im Internet zugänglich.

Welche Daten sind betroffen?

  • E-Mail-Adressen und Benutzernamen
  • Gehashte Passwörter (teilweise mit veraltetem MD5-Verfahren)
  • Geburtsdaten und Geschlecht
  • Gesundheitsdaten: Gewicht, Körpergröße, Trainingsdaten
  • GPS-Standortdaten von Laufstrecken

Besondere Brisanz durch Gesundheitsdaten

Gesundheitsdaten gelten nach der DSGVO als besonders schützenswert (Art. 9 DSGVO). Ihre Offenlegung kann für Betroffene weitreichende Folgen haben: Betrüger können solche Informationen etwa für gezieltes Phishing, Identitätsmissbrauch oder Profilbildung verwenden.

Was sollten Betroffene tun?

  1. Passwort sofort ändern, bei FitTracker Pro und allen Diensten, bei denen dasselbe Passwort verwendet wird
  2. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren, wo möglich
  3. Kontobewegungen prüfen, besonders bei verknüpften Zahlungsmethoden
  4. Auskunftsrecht nach Art. 15 DSGVO geltend machen, um zu erfahren, welche Daten betroffen sind

So senken Sie das Risiko

Nutzen Sie für jeden Online-Dienst ein eigenes, starkes Passwort und verwalten Sie diese Zugangsdaten am besten mit einem Passwortmanager. Prüfen Sie außerdem regelmäßig auf haveibeenpwned.com, ob Ihre E-Mail-Adresse in bekannten Datenlecks aufgetaucht ist.

Häufige Fragen zum Thema

Antworten auf Suchfragen, die Leser rund um den Inhalt dieses Beitrags häufig stellen.

Was tun nach einem Datenleck bei einer Fitness-App?
Betroffene sollten sofort ihr Passwort ändern, auf anderen Diensten keine gleichen Zugangsdaten weiterverwenden, wo möglich Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und auf verdächtige Kontobewegungen oder Phishing achten.
Welche Folgen kann ein Fitness-App-Datenleck haben?
Neben Identitätsmissbrauch und Phishing sind hier besonders Gesundheits- und Standortdaten sensibel. Solche Informationen können für gezielte Angriffe, Profilbildung oder andere missbräuchliche Verwendungen relevant sein.
Warum sind Gesundheitsdaten bei einem Datenleck besonders kritisch?
Gesundheitsdaten gehören nach der DSGVO zu besonders schützenswerten personenbezogenen Daten. Ihre Offenlegung ist deshalb rechtlich und praktisch besonders problematisch.
Kann man vom App-Anbieter Auskunft über betroffene Daten verlangen?
Ja. Betroffene können grundsätzlich ihr Auskunftsrecht nutzen, um zu erfahren, welche Daten verarbeitet wurden und welche Informationen konkret vom Vorfall betroffen sein könnten.

Stand: 26. Februar 2026

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