Prüfprozess und Dokumentation zur Zertifizierung

Leitfaden 01 · Zertifizierungsablauf

Ablauf von Beauftragung bis Veröffentlichung

Stand: 30. Juni 2020


Phase 1: Unternehmenskonto und Auftragsstart

Unternehmen erstellen zunächst ihr Unternehmenskonto im App-Portal. Dort werden Produktdaten, relevante Unterlagen und die gewünschte Normkategorie hinterlegt. Auf dieser Basis wird der Prüfauftrag digital ausgelöst.

Phase 2: Prüfung nach DVN-Norm

Das IfV prüft anhand der jeweils passenden DVN-Norm. Je nach Produktbereich werden Kriterien wie Sicherheit, Qualität, Stabilität, Nutzerfreundlichkeit oder Prozessqualität bewertet.

  • standardisierte Prüfschritte
  • einheitliche Dokumentation
  • objektive Bewertungsmaßstäbe

Praxis-Tipp: Interne Vorprüfung vor Abgabe

Unternehmen sparen Zeit, wenn sie vor dem Auftragsstart intern prüfen, ob technische Spezifikationen, Produktbezeichnungen und begleitende Nachweise konsistent vorliegen. Gerade bei mehreren Produktvarianten reduziert das unnötige Rückfragen in der Prüfphase deutlich.

Phase 3: Ergebnisdokumentation

Nach Abschluss der Prüfung erhalten Unternehmen eine strukturierte Ergebnisdokumentation mit den wesentlichen Feststellungen, der Einordnung nach DVN-Norm und den freigegebenen Veröffentlichungsdaten.

Phase 4: Veröffentlichung und Weiterführung

Freigegebene Zertifizierungen erscheinen in den öffentlichen Testergebnissen. Über das Unternehmenskonto können Folgeaufträge, Aktualisierungen und weitere Zertifizierungen direkt verwaltet werden.

Welche Unterlagen sollten vorab vorliegen?

Für einen zügigen Start empfiehlt sich ein fester Unterlagenstandard. So bleibt der Ablauf auch bei mehreren Beauftragungen einheitlich und belastbar.

  • eindeutige Produkt- oder Leistungsbeschreibung
  • relevante technische Nachweise und Spezifikationen
  • Benennungen für öffentliche Ergebnisdarstellung
  • interne Ansprechpartner für Rückfragen und Freigaben

Typische Verzögerungsfaktoren und wie Sie sie vermeiden

Verzögerungen entstehen meist nicht im Prüfschritt selbst, sondern in unklaren Freigabe- und Dokumentationsständen. Zwei bis drei klare interne Zuständigkeiten sind in der Praxis der wichtigste Hebel für einen stabilen Zeitplan.

Empfehlenswert ist ein internes Prüfboard mit festem Status je Zertifizierung: „in Vorbereitung“, „eingereicht“, „in Prüfung“, „freigegeben“. Damit lassen sich Folgeaufträge frühzeitig planen und Engpässe zwischen Produktmanagement, Qualität und Kommunikation reduzieren.


Hinweis zur Bearbeitungszeit

Die Bearbeitungszeit hängt vom Umfang und von der Komplexität des Prüfgegenstands ab. Durch den digitalen Ablauf entfallen jedoch zusätzliche Abstimmungsschleifen zu Beginn.

Für Produktportfolios lohnt sich eine gestaffelte Planung mit priorisierten Kernprodukten. So werden erste Ergebnisse schneller sichtbar, während weitere Zertifizierungen parallel vorbereitet werden können.

Zertifizierungsleitfäden

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Ablauf in 4 Phasen

Vom ersten Login bis zur Veröffentlichung: dieser Leitfaden zeigt den gesamten Zertifizierungsprozess in vier klaren Phasen.

In diesem Leitfaden

  • digitale Beauftragung ohne Medienbruch
  • Prüfung nach passender DVN-Norm
  • strukturierte Freigabe und Veröffentlichung

Direkt digital starten

Prüfanfragen und Folgeaufträge laufen vollständig über das Unternehmenskonto im IfV-Portal.

Konto erstellen

Kein Kontaktformular nötig: Registrierung, Auswahl der DVN-Norm und Beauftragung erfolgen direkt in der App.